Kleidersprache

Eine Psychologie der illusionen in Kleidung, Mode und Maskerade

Hans-Joachim Hoffmann

1985

Ullstein Verlag

Adrett geschnürt -

Schnur und Steppmieder

vom Rokoko bis Gegenwart

Dr. Ernestine Hutter

Carolino Augusteum

Salzburg

1999

Kleiderordnungen der deutschen Städte zwischen 1350-1700

Liselotte Constanze Eisenbarth

1962

Kleidung, Tracht und Ornat

Nach den Bilderhandschriften des Sachsenspiegels

Prof. Dr. Ruth Schmidt-Wiegand

Affenhaube, Schellentracht und Wendeschuh

Kleidung und Mode im Mittelalter

Dr. Gabriele Praschl-Bichler

Das mittelalterliche Gewand war mehr als bloße Hülle – auf den ersten Blick waren Bauern von Handwerkern, Beamte von Adligen zu unterscheiden. So gab es neben praktischer, schlichter Allerwelts- und Arbeitskleidung schon früh reich bestickte Prunkgewänder, mit denen sich die höheren Stände vom einfachen Volk abgrenzten. Was man benötigte, um gut, elegant oder zumindest zweckmäßig gekleidet durch den mittelalterlichen Alltag zu kommen, und was es mit Gugeln, Fucken und Kotzen auf sich hatte, beschreibt Gabriele Praschl-Bichler detailreich und anschaulich. Zahlreiche Illustrationen geben einen authentischen und lebendigen Einblick in die Mode des Mittelalters im deutschsprachigen Raum.

Sehen und gesehen werden.

Kleidung an Fürstenhöfen an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit (ca. 1450–1530).

Die Ansiedlung der Untersuchung an einer Epochenschwelle ist mit Bedacht gewählt: Änderungen in der fürstlichen Bekleidungspraxis können gleichsam als Seismograph größerer historischer Wandelprozesse - zum Beispiel dem Ausbau der Landesherrschaft aufgefasst werden. Hauptaugenmerk gilt demgemäß der Frage nach der "Bedeutung [von Kleidungspraktiken] für die Kennzeichnung von Rang, familialem Status, national-kulturellen Unterschieden und Hofzugehörigkeit"  respektive nach ihrer Signifikanz für die "Konstituierung sozialer Gruppen bei Hofe, für die Visualisierung höfischer Hierarchien und für die Konsolidierung fürstlicher Herrschaft." Die Untersuchung inspiziert dabei vorrangig die Grafschaften von Württemberg und Brandenburg sowie das Herzogtum Sachsen. Weil die Verfasserin indessen auch französisch-, seltener englischsprachige Literatur konsultiert, entsteht ein komparatistisches Panorama aristokratischer Kleidungsgewohnheiten in Mitteleuropa. Insofern Gewandung dabei nicht nur in ihrer substantiellen und handwerklichen Beschaffenheit erklärt, sondern - entlang der soziologischen Modelle Pierre Bourdieus und Georg Simmels - auf ihre Funktion in der gesellschaftlichen Interaktion hin befragt wird, versteht Frieling ihre Arbeit im engeren Sinne als "Beitrag zu einer als Geschichte sozialer Kommunikation aufgefassten Kommunikationsgeschichte"

Die Wahl des Gewandes

Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters

Prof. Dr. Jan Keupp

 

Kleider waren in der Sichtweise mittelalterlicher Betrachter weit mehr als bloße Hüllen aus Wolle, Pelz und Leinwand. Vor aller Augen identifizierte das Gewand seinen Träger als Teil eines gemeinschaftlichen Ganzen und machte ihn zugleich von anderen unterscheidbar. Auf diese Weise ließ sich nicht nur soziale Ordnung sichtbar machen, sondern auch individuelle Zuordnung ausdrücken. Doch wie viel Raum ließ die Gesellschaft des Mittelalters bei der Wahl des Gewandes? Wie eng geschnürt war das Korsett der Kleiderkonventionen? Konnte vor dem Hintergrund vermeintlich statisch verfügter Identitäten die Kleiderfrage überhaupt zum Problem werden? Die Studie thematisiert die Spielräume mittelalterlicher Kleiderwahl im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Norm und subjektiver Verortung.